Burger

herman de vries

*1931 Alkmaar, Niederlande

from earth: menorca, 2020, earthrubbing, 31,2 x 22,5 x 3 cm
from earth: menorca, 2020, earthrubbing, 31,2 x 22,5 x 3 cm
forest fragments, 2021, collected materials: pieces of wood mounted on background, 26,6 x 36,4 x 6 cm
forest fragments, 2021, collected materials: pieces of wood mounted on background, 26,6 x 36,4 x 6 cm
untitled (green:19x), 2012, drawing, 51,8 x 71,7 x 3 cm
untitled (green:19x), 2012, drawing, 51,8 x 71,7 x 3 cm
proofs from the carrés d'acres rousillion, 2020, earth rubbing, 21,5 x 59,3 x 2,9 cm
proofs from the carrés d'acres rousillion, 2020, earth rubbing, 21,5 x 59,3 x 2,9 cm
collected nussberg 17.3.22, 2022, vegetation collected materials: pieces of wood mounted on background, 26,5 x 36,4 x 5,3 cm
collected nussberg 17.3.22, 2022, vegetation collected materials: pieces of wood mounted on background, 26,5 x 36,4 x 5,3 cm
from earth: nerutaña del puntilla, 1997, earth rubbing, 31,2 x 22,5 x 3 cm
from earth: nerutaña del puntilla, 1997, earth rubbing, 31,2 x 22,5 x 3 cm

Für herman de vries ist die Kunst der Prozess von Bewusstwerdung, und somit transferiert er die Facetten der Natur, wie er sie selbst erlebt in seine Kunst, wo sie für die Betrachter*innen spürbar gemacht wird. Mit dem Ziel, „die Poesie der Dinge in den Dingen zu finden“, gestaltet sich sein Œuvre darum, die Wirklichkeit nicht nur darzustellen, sondern indem er die Dinge direkt zeigt und sie dadurch von ihren äußeren Zuschreibungen löst, als Dinge selbst erscheinen zu lassen. Mit einer wissenschaftlichen und künstlerischen Vorgehensweise sammelt er Blätter, Pflanzenteile, Erden, Halme und Gestein bearbeitet, trocknet und ordnet diese, wobei er gänzlich ohne Hierarchien arbeitet und keine Klassifizierungen herstellt. Dabei konzentriert er sich auf die zyklischen Prozesse von Wachstum und Vergehen und zeigt das vielfältige Spektrum und die Diversität der Natur. Die Natur als Erfahrung und gleichzeitig wesentliche Wirklichkeit ist somit die Grundkonstante der Arbeit von herman de vries.

Das Werk des 91-jährigen wird heute in vielzähligen Sammlungen und international bekannten Museen präsentiert und er zählt seit seiner Gestaltung des niederländischen Pavillons „to be all ways to be“ auf der 56. Biennale in Venedig (2015) zu den angesehensten Figuren der Environmental Art.